....und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir....

 

 

 

 

 

...lächle und sei froh...es könnte schlimmer kommen...

...und ich lächelte und war froh...

 

 

 

 

...und es kam schlimmer...


In ein paar Worten/en quelques mots (amic ALLEMAND):

 

Parcours artistique

Die Deutsch-Syrerin Nadine Baier wollte immer schon in Paris sein. Gesagt, getan. In einer Chambre de bonne, einem 9m2 grossen Zimmer, begann ihr Leben über den Dächern von Paris in einem Schuhkarton. Nach einer Vorausbildung am Cours Florent, der Sorbonne und an den Conservatoires d'arrondissements, hat sie am Staatlichen Konservatorium für Schauspiel in Paris (Conservatoire national de région, ESAD und am Conservatoire National supérieur d'art dramatique) studiert und im Juli 2010 abgeschlossen. Während des Studiums wurde sie für den Tragödienpreis (Prix Silvia Montfort) für "Bajazet" von Racine nominiert.

Auf Korsika spielte sie im Anschluss bei den "Rencontres internationales" (Juli-September 2010) u.a. in Shakespeares "Was ihr wollt".

Gleich im Anschluss ging sie auf Tournee und war bis September 2011 mit dem Stück Misterioso-119 in Frankreich und Deutschland (u.a. Thalia Theater Halle, Théâtre Gerard Philipe, Ile de Ré) zu sehen. Durch ein Vorsprechen am Staatstheater Karlsruhe folgte ein erstes Engagement in Deutschland am Stadttheater Ingolstadt (2011/2012). Die Lust, längerfristig in Deutschland zu sein, wurde immer stärker. Langsam hatte es sich "ausgeparist", sie sagte zwei anstehende Theaterproduktionen in Paris ab und ging fest entschlossen nach Berlin.

 

Rückblick

Noch in der Schulzeit jobbte sie als mehrsprachiger Tourguide in den Bavaria Film Studios, nach dem Abitur studierte sie an der LMU in München und arbeitete beim Privatsender Radio Arabella als Reporterin. In Paris ging sie zunächst an die Sorbonne (Fach: Langues et cultures européennes), belegte den Theaterkurs und begann Ihre Vorausbildung am Cours Florent und an den sogenannten Conservatoires d'arrondissements für die Aufnahmeprüfungen an den staatlichen Schauspielkonservatorien. Im Jahr 2006 startete sie ihr Schauspielstudium an der ESAD und am CNSAD.

Sie arbeitete für zahlreiche Radiosender als freie Auslandskorrespondentin, Moderatorin und Redakteurin (Radio France Internationale, Deutsche Welle, Radio Prague, Deutschlandradio) und konnte auch für ARTE (Restoration, La boite 2 prod) und das ZDF Erfahrungen als Fernsehredakteurin sammeln. Sie jobbte als Model, Dolmetscherin und Sprecherin (u.a.Theaterproduktionen wie "Théâtre de la colline", Motors TV, Imagefilme), als Produktionsassistentin für Konzernabende, als Moderatorin für Events. Im Fernsehen war sie  in den Werbeports von Sky zu sehen, in Paris in Kurzfilmen und in der Serie "Wesh" als "L'allemande à Paris", "Die Deutsche in Paris". Mit ihren selbst geschriebenen Stücken ("Souris", "Terminus Sabadani") hatte sie Auftritte in kleinen Pariser Sälen ("Le Pont Virgule", ETP, Bois Colombes) . Ausserdem übersetzte und adaptierte sie französische Stücke auf deutsch (z.B. "Misterioso-119", deutsch-französiche Version). In Paris drehte sie die Kurzfilme "Gerard in the sky" (Télé Bocal), "La rage", "La porte rouge und "Enfin je sors".. In der ARD-Serie "Heiter bis tödlich" spielte sie die Rolle der Anna Wagner, in der Folge "Irre" Soko Leipzig die Tourette-Patientin Katja Bindseil. Im Monbijoutheater spielte sie zuletzt in Molieres Tartuffe. Sie realisierte auch nach der Schliessung der deutschen Redaktion von RFI Reportagen und Dokumentarfilme (u.a. Maurice dans la brume), um kleine, soziale Pariser Geschehnisse in Politik und Kultur aufzudecken. In Berlin ist sie als Festivalreporterin unterwegs, arbeitet als Hochzeitsfilmerin, spielt im Berlin Dungeon. Derzeit ist sie in Marseille und Paris als Gertrudin einer Inszenierung nach Einar Schleef zu sehen. Im Jahr 2017 stand sie ausserdem als Netti in Call the boys vor der Kamera.